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Steuerprüfung durch das Finanzamt

Unsere Begleitung bei Ihrer Betriebsprüfung

Die Betriebsprüfung, auch steuerliche Außenprüfung genannt, wird vom Außendienst des Finanzamts zur Überprüfung der steuerlich relevanten Sachverhalte eines Unternehmens durchgeführt, um eine gleichmäßige Besteuerung zu gewährleisten. Sie ist durch besondere Vorschriften geregelt und nur unter bestimmten Voraussetzungen durchzuführen, um die Rechte des Steuerzahlers zu wahren. Durch die Verabschiedung des Steuerhinterziehungsgesetzes sind allerdings die Befugnisse der Finanzbehörde in soweit ausgeweitet worden, dass seit 01.01.2010 bei allen Steuerpflichtigen mit Überschusseinkünften ab 500.000 Euro im Jahr ohne weitere Voraussetzungen eine Überprüfung möglich ist. Dies gilt außerdem für Gewerbebetriebe, freiberuflich Tätige sowie Betriebe der Land- und Forstwirtschaft.

Gründe für eine Überprüfung

Dass Ihr Unternehmen für eine Überprüfung ausgewählt wird, kann unterschiedliche Gründe haben. Zum einen hat die Finanzbehörde bestimmte Richtlinien, sodass je nach Betriebsgröße ein grober Richtwert besteht, wie viele Jahre durchschnittlich zwischen zwei betrieblichen Außenprüfungen vergehen sollen. Je größer der Betrieb und die Überschusseinkünfte, desto kürzer natürlich die Zeitspanne. Des Weiteren wird geprüft, wessen eingereichte Unterlagen Unregelmäßigkeiten aufweisen, denen auf den Grund gegangen werden soll. Die dritte Möglichkeit besteht schließlich darin, per Los ausgewählt zu werden.

Wie läuft eine Betriebsprüfung ab?

Wenn sich ein Vertreter des Finanzamts angekündigt hat, ist dies sicherlich kein angenehmes Gefühl – doch auch kein Grund zur Panik. In der Regel bleiben vierzehn Tage zwischen Bescheid und Besuch. Ihr kompetenter Steuerberater wird Sie in dieser Zeit sowohl auf den Besuch vorbereiten können als auch auf Wunsch bei der Betriebsprüfung zugegen sein. Im schlimmsten Fall, wenn also tatsächlich ein Fall von Steuerhinterziehung vorliegt, bieten Ihnen diese zwei Wochen zudem noch die Zeit zur Selbstanzeige. Sie bietet die Möglichkeit der straffreien Nachzahlung der gekürzten Steuern. Doch auch eine Selbstanzeige sollte nicht auf eigene Faust erfolgen, sondern durch fachmännischen Rat vorbereitet und begleitet werden.

In übrigen Fällen gilt es grundsätzlich, den Prüfer so gut es geht zu unterstützen, sowohl vor Ort als auch im Vorfeld. Dazu ist man rechtlich verpflichtet, ebenso wie der Prüfer per Gesetz auch zugunsten des Steuerpflichtigen agieren muss.

Ausnahmeregelungen bei der steuerlichen Außenprüfung

Ausnahmen - die aber üblicherweise zu einer Verschiebung, keiner Aufhebung des Termins führen – sind die Erkrankung relevanter Personen wie beispielsweise des Steuerpflichtigen oder seines Steuerberaters, eine Betriebsstörung oder nötige Einarbeitungszeit, falls Sie die Steuerberatung jemandem neu übertragen wurde.

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